Chronik

1976 bis 1980

Die Arbeit in der Rantumer Feuerwehr wurde kontinuierlich fortgesetzt. Dieses ging bei knapper Gemeindekasse, jedoch nur in kleinen Schritten voran. So dauerte die Erweiterung des Gerätehauses, von der Planung bis zu seiner Fertigstellung im Jahre 1979 immerhin knapp 10 Jahre. Nun hatte die Wehr erstmals ein Gerätehaus, das man auch als solches bezeichnen konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten alle Kameraden ihre Einsatzkleidung zu Hause, weil in dem alten Gerätehaus kein Platz zur Aufbewahrung vorhanden war. Bei Alarmierungen war dieses problematisch, weil die Kameraden, egal wo sie sich zur Zeit des Alarmes befanden, immer erst nach Hause mussten um sich ihre Einsatzkleidung zu holen. Dieses bewirkte doch manchmal, erhebliche Zeitverzögerungen.

Schwer zu verstehen ist aus heutiger Sicht auch, dass es zu der Zeit heiße Diskussionen wegen der Unterbringung der Bekleidung im Gerätehaus gab. Ein erheblicher Teil der Wehr war strikt dagegen und wollte nicht einsehen, dass Einsatzkleidung, wie vom Gesetz verlangt, im Gerätehaus aufzubewahren ist.
Die Ausbildung der Kameraden wurde mehr und mehr überörtlich zentralisiert. So erreichte man, dass die Kameraden, egal woher sie kamen, immer die gleichen Grundkenntnisse hatten und überall im Verbund mit anderen Wehren, eingesetzt werden konnten. Heute ist das selbstverständlich. Doch zu damaliger Zeit gab es auch hier Kräfte, die auf dem Althergebrachten beharrten und sich gegen jede Veränderung stemmten. Sie befürchteten, die Kameradschaft innerhalb der Wehr würde leiden. Heute haben sich diese Befürchtungen als haltlos herausgestellt. Jeder sieht ein, dass es gar nicht mehr anders geht. In diesen Jahren wurden auch überörtliche Katastrophenpläne, die sich der Bekämpfung von Sturmfluten annahmen, ausgearbeitet. Sturmfluten traten in letzter Zeit ungewöhnlich häufig auf. Es gab ein Katastophenzentrum, von dem aus die zu ergreifenden Maßnahmen, koordiniert wurden.

In der Rantumer Wehr hatte man bereits nach den häufigen, schweren Sturmfluten der Vergangenheit, Sanddepots auf dem Betriebsgelände der Kurverwaltung angelegt, wo man auch gefüllte Sandsäcke lagerte.Im Jahre 1980 wurde die Rantumer Wehr 25 Jahre alt. Dieses war der Anlass, den 02.04.1980 festlich zu begehen. Es wurde auf der Wiese, gegenüber dem heutigen Markant-Markt, ein Festzelt errichtet, in dem Speisen und Getränke gereicht wurden. Morgens um 10 Uhr traten die Kameraden vor dem Gerätehaus an und starteten mit den geladenen Gästen einen Umzug, angeführt von einer Kapelle, durch den Ort. Abends fand ein Festball zu diesem Jubiläum im Saal der Kurverwaltung statt.

Die Feuerwehrbälle wurden in der Vergangenheit entweder im Gasthaus Boysen oder im alten Kursaal abgehalten. Ab 1980 stand der neue Saal zur Verfügung. Dieser Saal ermöglichte es, in eine neue Dimension des Feierns einzusteigen. Der zur Verfügung stehende Platz und die technische Ausstattung gestatteten eine bis dahin nicht gekannte Qualität der Bälle.

Die Kameraden haben seit Gründung der Rantumer Wehr immer nur während der Wintermonate ihre Übungen abgehalten. Erstmalig stimmte nun die Wehr auch Übungen während der Sommermonate zu. Hier sieht man ganz deutlich, wie sich die Feuerwehr in den Jahren gewandelt hat. Übungen während des Sommers waren anfangs einfach undenkbar und von den Mitgliedern auch nicht gewünscht. Man kann wohl feststellen, dass der Weg der Feuerwehr zu mehr Professionalität, wohl unverkennbar ist. Der Wunsch, auch während der Sommermonate, regelmäßig Übungen abzuhalten, wurde nicht von der Obrigkeit verlangt, sondern kam aus den Reihen der Wehr und wurde anfangs doch eher zögerlich, aber dann doch auch mit einer gewissen Begeisterung, aufgenommen.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass im Jahre 1980 eine Aufnahmebegrenzung beschlossen werden musste. Ab jetzt galt in der Wehr die Obergrenze von 35 aktiven Kameraden.

Zum 25 jährigen Jubiläum der Rantumer Feuerwehr, überreichte der Kamerad Heinz Brich, dem Wehrführer eine, sehr kurz gefasste, von ihm erarbeitete Chronik der Rantumer Wehr von der Gründung bis zum Jahr 1980.

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